Das Christkind kann kommen – die Kirchenmusikalische Andacht mit dem Kirchenchor St. Cäcilia Nienborg und der Musikverein Nienborg in der stimmungsvoll beleuchteten und gut gefüllten Pfarrkirche St. Peter und Paul Nienborg bot die richtige Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Das abwechslungsreiche Programm beinhaltete altbekannte und neuzeitliche stimmungsvolle und besinnliche Advents- und Kirchenlieder. Passend zu der aktuell unruhigen Zeit befanden sich in dem Gesang und der Musik eindringliche Friedensappelle. „Genießt die musikalische Stimmung und nimmt sie mit in den Alltag“, wünschte Chorleiter Norbert Rehring den Besuchern ein besinnliches Konzert und eine ruhige Adventszeit.
Mit „Klänge der Freude“ aus der Feder des englischen Komponisten Edward Elgar, mit der berühmten englischen Hymne „Land of Hope and Flory“ (Land der Hoffnung und des Ruhms), setzte der Kirchenchor unter der bewährten Leitung von Norbert Rehring und der Klavierbegleitung von Andrea von der Linde einen feierlichen Auftakt. Aktueller denn je ist das im Jahr 1529 von Martin Luther verfasste Gebet „Verleih uns Frieden gnädiglich“. Wolfgang Amadeus Mozart vertonte das aus dem 13. Jahrhundert stammende Reimgebet „Ave Verum Corpus“, die berühmteste Fronleichnamsmusik aller Zeiten. Der erhabene Text der beliebten Hymne „And can it be“ von Charles Wesley aus der Bestseller-Kantate „Testament of Praise“ umfasst den Kern des christlichen Glaubens. Sauber und glasklar servierte der Chor ferner das wunderschöne Kirchenlied „Vom Flügel eines Engels berührt“ oder die bekannten Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“.
Unter dem Dirigat von Jan Timmers spielte der Musikverein „Christmas Day“ von Gustav Holz, eine Fantasie über vier alte englische Weihnachtslieder und die heitere und großartig klingende Komposition „Canterbury Chorale“, die der belgische Komponist Jan von der Roost nach einer Besichtigung der gleichnamigen Kathedrale schrieb.
Traditionell sind die Besucher beim Adventskonzert in Nienborg zum Mitsingen eingeladen. Kraftvoll sangen sie bei „Tochter Zion“, „Engel auf den Feldern singen“ und „Nun freut euch ihr Christen“ mit.
Zum Schluss brachte der Chor den Wunsch „Sehnsucht nach Frieden“ gesanglich zum Ausdruck. Georg Friedrich Händel komponierte das Klagelied im Jahr 1705. Beim Schlussakkord sangen die Akteure und die Gemeinde gemeinsam „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ und blickten damit auf die anstehende Jahreswende.
Mit großem Applaus dankte das begeisterte Publikum den Sängern und Musikern für ihre Darbietungen. „Ihr wart ein tolles Publikum, ihr habt uns gut getragen“, dankte Norbert Rehring den Besuchern für ihre Unterstützung und Mitgesang.